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Die Folgen des Plastikverbots in der EU

Seit der Umsetzung des Einwegplastikverbots im Juli 2021 gibt es, wohin man auch blickt, eine neue Einwegplastik-Alternative zu entdecken. Ob Besteck aus Holz, Strohhalme aus Glas oder Plastiktüten aus Maisstärke, die Produktpalette überzeugt mit ihrer großen Vielfalt. Auf jeden Fall sind die Folgen des EU-Verbots in der Gastronomie, Supermärkten und auch im eignen Haushalt zu spüren. Doch wie kam es zu diesem Beschluss und welche Einwegprodukte aus Plastik werden ab jetzt im Dunkel der Vergangenheit verschwinden?

Der EU-Beschluss

Zuerst beschließt das Europäische Parlament im März 2019 ein Verkaufsverbot für bestimmte Einwegprodukte aus Plastik. Neben des Verbot von Einwegplastikprodukten tritt im Juli 2021 ebenfalls eine Kennzeichnungspflicht für Artikel mit Kunststoff in Kraft. Grund für diese Entscheidung ist mitunter der Fakt, dass 80 % der Abfälle im Meer Kunststoffe enthalten. Diese sind nicht biologisch abbaubar und folglich eine stetig wachsende Umweltbelastung. 

Welche Einwegprodukte sind verboten?

Das Einwegplastikverbot beschränkt sich vorerst auf insgesamt 10 Produkte. Diese Entscheidung begründet sich darauf, dass es für die folgenden 10 Produkt bereits nachhaltige Ersatzprodukte gibt. Somit wird der Umstieg auf umweltfreundliche Alternativen für den Markt und die Konsummt*innen erleichtert.

Produkte,  die ab 3. Juli 2021 verboten sind:

  1. Plastikstrohhalme
  2. Einwegbesteck aus Plastik
  3. Einwegteller aus Plastik
  4. Einwegbecher aus Plastik
  5. Wattestäbchen aus Plastik
  6. Luftballonstäbchen aus Plastik
  7. Rührstäbchen aus Plastik
  8. To-Go Becher aus erweitertem Polystyrol
  9. To-Go Lebensmittelverpackungen aus erweitertem Polystyrol
  10. Einwegprodukte aus oxo-abbaubaren Plastik

Einwegalternativen zu den verbotenen Plastikprodukten

Die europäische Industrie hatte zwei Jahre Zeit, sich auf den Ersatz für Einwegplastikprodukte vorzubereiten. In dieser Zeit wurde einerseits an neuen Alternativen gearbeitet und andererseits wurden bereits bekannte umweltfreundliche Rohstoffe zur Produktion von Einwegprodukten  in Erwägung gezogen. 

Mögliche Alternativen zu den verbotenen Einwegprodukten:

  1. Glastrinkhalm
  2. Einwegbesteck aus Holz 
  3. Einwegteller aus Papier
  4. Becher aus Bambus
  5. Wiederverwendbare Wattestäbchen aus Silikon
  6. Lustballonstäbchen aus Metall
  7. Essbare Rührstäbchen aus Apfelresten
  8. To-Go Becher aus unbeschichteter Pappe
  9. To-Go Lebensmittelverpackungen aus Papier

Welche Produkte mit Kunststoff sind noch erlaubt?

Leider existieren neben den 10 verbotenen Einwegplastikprodukten  immer noch eine Menge an Produkten, die in irgendeiner Art und Weise Kunststoff einhalten. Besonders bei Single-Use Produkten stellt das ein großes Problem dar. Deswegen setzt die EU eine Kennzeichnungspflicht für die weiterhin erlaubten Einwegprodukte mit Kunststoff durch. 

Einwegkunststoffartikel, die gekennzeichnet werden müssen:

  1. Tabakprodukte
  2. Feuchttücher
  3. Getränkebecher 
  4. Hygienprodukte

Ebenfalls erlaubt bleiben jegliche medizinischen Einwegprodukte wie Masken, Handschuhe und Spritzen. 

Fazit

Die Europäische Union setzt mit der Durchsetzung des Einwegplastikverbots und der Kennzeichnung von Einwegwegprodukten, die Kunststoff enthalten, ein Zeichen. Denn Fakt ist, dass 40 % des weltweitproduzierten Plastiks Einwegplastik ist. Um dieser Entwicklung Einhalt zu gebieten, ist es notwendig, realistische und umsetzbare Richtlinien zum Erhalt unserer Umwelt zu setzen. Durch die Vorgehensweise der EU werden die ersten Schritte für eine nachhaltigere europäische Industrie gegangen.

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